{"id":143,"date":"2006-01-18T12:10:36","date_gmt":"2006-01-18T12:10:36","guid":{"rendered":"http:\/\/bufton.net\/blog\/?p=143"},"modified":"2006-01-19T23:45:42","modified_gmt":"2006-01-19T23:45:42","slug":"getfertes-haus-buch-haggai-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bufton.net\/blog\/2006\/01\/18\/getfertes-haus-buch-haggai-12","title":{"rendered":"Das get&auml;ferte Haus im  Buch Haggai 1.2"},"content":{"rendered":"<p>So haben wir nun einen get&auml;ferten Boden im Esszimmer. Ein altes Haus &#8211; obwohl 6 Jahre j&uuml;nger als ich &#8211; hat bereits viele Alterszipperlein, muss eneuert und renoviert werden. Renovieren &#8211; wiederherstellen, erneuern. Man kann alles sich selbst &uuml;berlassen, dann tritt unweigerlich der Zerfall ein. Dort wo keine Energie, keine Arbeit mehr investiert wird, zerf&auml;llt die Struktur. Renovieren geh&ouml;rt zum Leben in einer strukturierten Welt. Der Prophet Haggai ruft das Gottesvolk, das Volk des Bundes auf, sich endlich auf ihre Priorit&auml;tenliste zu konzentrieren. N&auml;mlich gem&auml;ss dem Willen Gottes das tun, was zur Zeit &#8220;Gebot der Stunde&#8221; ist. N&auml;mlich sich auf die Renovation den Wiederaufbau des Tempels zu besinnen. Deshalb waren sie doch alle &uuml;berhaupt aus dem babylonischen Exil zur&uuml;ckgekehrt. Sie hatten einen Auftrag&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWas hat das nun mit dem get&auml;ferten Haus im Buch Haggai zu tun? <\/p>\n<p>Steven brauchte ungemeinen Effort, dieses Projekt zu beginnen, durchzuziehen und zu beenden. Daf&uuml;r steht jetzt ein Zimmer bereit, in dem gegessen werden kann. Es geht ums &#8220;Essen&#8221;. Ein Zimmer in dem man Essen kann. Essen hat gerade in Hauskirchenbewegung sehr viel mit Gemeindebau zu tun.Jesus lehrte seine J&uuml;nger beim Essen. So auch Martin Luther &#8211; er hatte immer seine Tischrunden mit seinen Studenten. Im Reich Gottes geht vieles ums Essen. Essen heisst Gemeinschaft. Essen ist lebensnotwendig. Essen erinnert uns an die Verg&auml;ngnlichkeit. Ohne Essen sterben wir.<br \/>\nWir &uuml;bertragen Essen in den geistigen Wortschatz. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sagte Jesus, sondern einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes kommt. So ist das geistliche Essen des Wortes Gottes so lebensnotwenig f&uuml;r den aus Geist geborenen Menschen wie das Essen f&uuml;r den biologischen Menschen notwendig ist.<\/p>\n<p>Das Esszimmer ist ein Raum im ganzen Haus. Ein Teil des Hauses wurde renoviert: Das Esszimmer, welches auch in der Hauskirchenbewegung eine zentralere Rolle spielt,  wird im geistlichen Haus Gottes, weltweit renoviert = erneuert, wiederhergestellt. Im Esszimmer liegt die Betonung auf der Gemeinschaft, der Tischgemeinschaft. Die Tischgemeinschaften waren im alten sowie im neuen Orient immer ein wichtiger Ort, der Verhandlung. Orte wo Entscheidungen getroffen wurden. B&uuml;ndnisse geschlossen wurden. Selbst in der Politik finden immer wieder Treffen um Dinnerparties und Banquettes statt. Ebenso findet in der Hauskirchenbewegung der geistliche Austausch rund um den Esstisch statt. Aber nicht nur die Hauskirche, auch Alphalive hat dieses ganzheitliche Konzept der geistlichen Tischgemeinschaft als ein J&uuml;ngerschaftsprogramm wieder entdeckt.<br \/>\nLange Zeit stand in unserem Esszimmer auch das B&uuml;cherregal. mit vielen geistlichen Verdauungshilfen f&uuml;r das Buch der B&uuml;cher: Bibellexika, Kompendien, Monographien, erbauliche Literatur, geistliche Worte f&uuml;r jeden Tag &#8230;<\/p>\n<p>Wenn die Kirche als eine &#8220;semper reformanda&#8221;, eine immer wieder zu reformierende und erneuernde Kirche bezeichnet wird, gilt das selbstverst&auml;ndlich nicht nur  f&uuml;r Agenden, Gottesdienstb&uuml;cher und Texte sondern auch f&uuml;r Strukturen und Formen. Die Kirche muss erneuert werden, weil sie ein geistliches Geb&auml;ude ist &#8211; obwohl es im Abendland viele Kirchengeb&auml;ude gibt, die ebenfalls renoviert werden m&uuml;ssen. Die Kirche als geistliche Gemeinschaft, als geistliches Haus Gottes braucht eine Renovation. Alle 25 Jahren muss ein Haus neu renoviert werden. Dichtungen. Leitungen, R&ouml;hren gehen kaputt. Anspr&uuml;che steigen und ver&auml;ndern sich. 25 Jahre ist die Zeitspanne, die eine Generation umfasst. So lehrt uns die sichtbare Welt die Lektionen des Geistes. Jesus hat praktisch alle Gleichnisse aus der sichtbaren Welt, Handel, Handwerk und Landwirtschaft genommen. So wie ein Haus renoviert werden muss, muss auch das geistliche Haus Gottes, die Gemeinschaft der Gl&auml;ubigen = Kirche = Gemeinde renoviert werden. <\/p>\n<p>Meint jetzt der Prophet Haggai, dass wir unsere eigenen H&auml;user nicht renovieren sollen und uns nur noch um das Haus des Herrn bek&uuml;mmern sollen? Ich glaube nicht. Haggai war ein Prophet, ein Prophet kennt den Kairos-Moment einer Aktion. Er sieht, was der Geist Gottes im Moment tun will. Er kennt das Timing Gottes. Das Problem der geistlichen gl&auml;ubigen Generation seiner Zeit war, dass sie den <em>AUFTRAG GOTTES<\/em> f&uuml;r ihre Zeit aus den Augen verloren hatten. Sie sollten zur&uuml;ckkehren, das Land wieder einnehmen und Gott in ihrer Mitte haben (repr&auml;sentiert im Tempel). Sie konzentrierten sich aber lediglich auf den Aufbau ihrer eigenen H&auml;user, welche sie reichlich schm&uuml;ckten. Ihre W&uuml;nsche wurden erf&uuml;llt. Aber im Gegensatz zu Erich Fromms Logik (der Selbstliebe zuerst, dann kommt die N&auml;chstenliebe) blieb es bei den H&auml;uslebauern bei ihren eigenen H&auml;usern. Diese Selbstverwirklichung f&uuml;hrte eben nicht automatisch zu einer Geisteserneuerung. Sie f&uuml;hlten sich wohl in Ihren Wohnungen. Es ging ihnen gut und sie vergassen ihren Gott  ihren B&uuml;ndnispartner. Sie bauten den Tempel nicht auf, der Tempel stand im AT f&uuml;r Gemeinschaft mit Gott. Im Tempel fand nicht nur &#8220;Worshipp&#8221; statt. Obwohl viele Christen heute meinen, dass Anbetung alles sei. Der Tempel war der Ort, wo man  Gott begegnen konnte. Dort wurde getanzt und gespielt aber auch gelehrt, geopfert u n d <em>gegessen<\/em>. Der Auftrag wurde in Haggais Zeit vernachl&auml;ssigt. Viele Christen kommen heutzutage zusammen in Lobpreishallen. um Gott zu loben. Sie tanzen und jubeln und singen. Aber die Tischgemeinschaft fehlt. Wo man zusammen isst, wo man von Dingen zu sprechen beginnt, die tief unten in der Seele sitzen. Am Tisch beim Essen sind wir oftmals mehr uns selbst als anderswo. Wir sprechen &uuml;ber Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Dort findet auch die Sorge an der Seele statt. Die Sorge am geisltichen Menschen. Denn am TIsch isst man nicht nur das Brot, die Speise f&uuml;r den Leib, dort spricht man, was einem wirklich auf dem Magen liegt.<br \/>\nWo vergessen wir heute den Auftrag &#8211; von dem Haggai spricht? Wir singen in den Gemeinden und an den Konzerten sowie Konferenzen. Aber diese Gemeinschaften stehen f&uuml;r die Eingangshalle des Hauses Gottes. Wer will schon in der Eingangshalle wohnen und &uuml;ber Wichtiges sprechen? Dort ist es viel zu kalt und ungem&uuml;tlich. Dort wo wir Essen, dort sind wir Zuhause. Dort kann man die Schuhe ausziehen, die Jacke und den Mantel und dort findet echte Begegnung statt. Aber viele Christen behalten ihre Wohnung, ihr Esszimmer verschlossen. Sie leben ihr Christsein in der Gemeinde ausserhalb ihres Wohnraums. Ihre Tischgemeinschaft umfasst ihre eigene biologische Einheit, die eigene Familie. An solche geht das Wort aus dem Buche Haggai: Ihr baut euch eure H&auml;user sch&ouml;n, aber das Haus des Herrn lasst ihr w&uuml;st und leer. <\/p>\n<p>So t&auml;fern wir unser Esszimmer, nicht um das Haus des Herrn leer stehen zu lassen, sondern dort die Tischgemeinschaft zu beginnen.<br \/>\nSteven hat angefangen das Haus zu renovieren. Zuerst die Eingangshalle und jetzt das Esszimmer. In dieser Handlung liegt eine prophetische Botschaft an uns heute: Gott hat vor mehr als 20 Jahren  die Gottesdienste wieder hergestellt. Die Lobpreiszeiten wurden zeitgem&auml;sser. Lobpreis &#8211; die Begr&uuml;ssung Gottes und die Freude Gottes wurde in den Mittelpunkt gestelllt.<br \/>\nAber das Haus des Herrn steht wie zur Zeiten Haggais noch immer leer.<br \/>\nEs muss weiter renoviert werden, die Kirche muss weiter erneuert werden und Gott beruft seine Arbeiter in die Ernte.<br \/>\nWollen wir weiter in der Eingangshalle stehen bleiben , oder beginnen wir die &Auml;rmel hochzukrempeln und beginnen mit der Renovation &#8211; die Gott bereits angefangen hat zu tun. Wollen wir Teil seines Auftrages sein?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So haben wir nun einen get&auml;ferten Boden im Esszimmer. Ein altes Haus &#8211; obwohl 6 Jahre j&uuml;nger als ich &#8211; hat bereits viele Alterszipperlein, muss eneuert und renoviert werden. Renovieren &#8211; wiederherstellen, erneuern. Man kann alles sich selbst &uuml;berlassen, dann tritt unweigerlich der Zerfall ein. 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